Orchideen besprühen kann sinnvoll und auch schädlich sein. Gerade bei epiphytischen Arten, die aufgebunden kultiviert werden, kann es an heißen Tagen helfen, dass diese ausreichend Wasser bekommen. Dabei ist zu beachten, dass die Pflanzen möglichst in den frühen Morgenstunden besprüht wird und so über den Tag wieder abtrocknen kann. Auch kann es je nach Pflanzengröße sein, dass die Menge an Wasser, welche gesprüht wird, nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Bezogen auf getopfte Pflanzen, ist das Sprühen meist weniger hilfreich, da so zum einen die Menge Wasser meist zu gering ist, diese jedoch die Feuchtigkeit im Topf auf Dauer zu hochhält und somit die Orchideen schaden an den Wurzeln erleiden kann.

Wichtig ist, dass bei monopodial wachsenden Orchidee, wie z.B. Phalaenopsis, darauf geachtet wird, dass nicht direkt in das Blattherz gesprüht wird. Wenn hier das Wasser zu lang stehen bleibt und nicht rechtzeitig verdunstet oder abgetupft wird, dann führt dies schnell zu Herzfäule. Dies ist meist erst zu erkennen, wenn es zu spät ist.

Frauenschuh Orchideen sind besonders empfindlich, wenn es um Wasser im Herz geht. Diese Orchideen sollten nicht besprüht werden.

Wer sich nun fragt, was denn in der Natur ist, wenn es regnet. Richtig ist, in der Natur werden die Pflanzen durch Regen, Nebel und Tau, ebenfalls tropfnass. Doch in der Natur wachsen die Pflanzen so, dass das Regenwasser schnell ablaufen kann, sind selbst wesentlich widerstandsfähiger und den Witterungsbedingungen mit viel Luftbewegung ausgesetzt.

Bisher komme ich beim überwiegenden Teil meiner kultivierten Orchideen ohne zusätzliches sprühen aus. Wenn die Orchideen über die warme Jahreszeit im Garten stehen, werden sie bei jedem Gießvorgang mit dem Gartenschlauch überbraust. Dies mache je nach Witterung ein bis zweimal in der Woche.

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